Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mich sehr gefreut, als ich vom RehaVerein gefragt worden bin, die Schirmherrschaft des „Patenprojektes – Hilfen für
Kinder psychisch kranker Eltern“ zu übernehmen.

Für unsere Stadt bin ich als Mitglied der Landschaftsversammlung Rheinland im Krankenhausausschuss als Vorsitzende tätig.
Hier liegt mir insbesondere das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen am Herzen; sei es als Selbstbetroffene von psychischen
Erkrankungen oder aber als mittelbar Betroffene, dann wenn die engsten Angehörigen, d.h. Mutter und/oder Vater von einer
physischen Erkrankung betroffen sind.

Wir wissen aus wissenschaftlichen Untersuchungen und Statistiken, dass viele heute psychisch erkrankte Erwachsene aus
einem vorbelasteten Elternhaus kommen. Das heißt, ein Kind, welches einen psychisch erkrankten Elternteil hat, trägt ein
hohes Risiko, selbst psychisch zu erkranken. Hier setzen bereits einige Modellprojekte des LVR an, wie z.B. KipE. Auch hieran
hat sich der RehaVerein bereits erfolgreich beteiligt. Das Projekt Patenschaften für Kinder psychisch kranker Eltern ist hier ein
wichtiger und weiterer Baustein zur Unterstützung der Kinder und deren Familien in einer sehr schwierigen Lebenssituation;
aber auch zur Prävention, hoch belastete Kinder zu stützen.

Wir wissen alle unter welchem Druck Kinder und Jugendliche gerade heute stehen:

Häufig sind psychisch kranke Menschen nicht oder nicht mehr in der Lage einen Beruf auszuüben, das beinhaltet den sozialen
Abstieg. Auch hiermit müssen Kinder und Jugendliche klar kommen.

Bei alltäglichen Schulproblemen können die Eltern aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr die erforderliche Unterstützung
leisten. Hier ist Hilfe von Nöten! Beziehungs- und Partnerschaftsprobleme sind durch die hochbelastete Situation
vorprogrammiert. Die Kinder sind in dieser Konfliktsituation häufig allein gelassen, fühlen sich oft auch schuldig und leiden
unter dieser Situation. Spätestens jetzt ist es wichtig, einen verlässlichen neutralen Ansprechpartner zu haben, der dem Kind
mit Zeit und Aufmerksamkeit zur Seite steht. Darüber hinaus aber auch Freizeitangebote vorhalten kann, um den Kindern
wieder andere Perspektiven zu vermitteln. Wichtig ist auch, dass Eltern in dieser schwierigen Lebenssituation entlastet werden;
dass sie auch ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, Ruhe und Freiraum für ihre eigenen Bedürfnisse als Erkrankte haben.

In der Psychiatrie hat man in den letzten Jahren mit unterschiedlichen Patenschaftsmodellen auch für Erwachsene gute
Erfolge verzeichnenkönnen. Es ist wichtig, dass wir Menschen mit psychischen Erkrankungen aus ihrer Isolation herausholen
und ihnen einen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft bieten. Wichtig ist aber auch, dass wir die Angehörigen unterstützen
und stärken. Die Familie und das soziale Umfeld ist ein wichtiger Baustein, um Menschen mit einer psychischen Erkrankung
zu stabilisieren. Dabei spielen die Kinder und Jugendlichen bezüglich ihres Wohlbefindens eine ganz herausragende Rolle.
Hier dockt das Patenprojekt in Mönchengladbach an.

Und ich hoffe, dass sich viele Paten melden werden und dass auch viele Betroffene dieses Projekt annehmen werden.

Ich danke dem RehaVerein und den für das Projekt verantwortlichen Mitarbeiterinnen, Frau Wernery und Frau Jürgens, für ihr
Engagement, sowie der Aktion Mensch für die Finanzierung.

Ich wünsche dem Projekt von ganzem Herzen viel Erfolg.
Monika Berten

Schirmherrschaft

Monika Berten,
57 Jahre, verheiratet, seit 28 Jahren SPD-Mitgleid, lebt und arbeitet in Mönchengladbach-Neuwerk

Beruf und Funktion:
• Kinderkrankenschwester
• Ratsfrau, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Mitgliedschaft und Funktion in Ratsausschüssen
• Sozial-, Gesundheits- und Seniorenausschuss (Vorsitzende)
• Jugendhilfeausschuss (Sprecherin)

Mitgliedschaften (nach Ratsbeschluss) in Aufsichtsräten, Beiräten usw.:
• Mitglied Landschaftsversammlung Rheinland
• Städtische Kliniken GmbH, Aufsichtsrat

Ehrenamtliche Tätigkeit in Vorständen, Beiräten usw.:
• Vorstand SGK-Kreisverband Mönchengladbach