Das Patenprojekt in Mönchengladbach ist ein Angebot des RehaVereins. Das Patenprojekt richtet sich an Familien,
in denen Kinder zwischen 2 und 17 Jahren leben, die mindestens einen Elternteil haben, der psychisch erkrankt oder
psychisch sehr belastetet ist. Eine Diagnose muss nicht vorliegen, jedoch sollten sich die Eltern von dieser Thematik
angesprochen fühlen.
Auch psychisch erkankte Eltern wollen gute Eltern sein und lieben Ihre Kinder,
wie alle anderen Eltern auch!

Kinder mit einem psychisch erkrankten Elternteil wachsen oftmals in einem „anderen“ Alltag auf. Möglicherweise
können sich die Eltern zumindest phasenweise nicht verlässlich um die Kinder kümmern. Die Eltern haben häufig ein
schlechtes Gewissen und wollen anders handeln, schaffen es aber nicht. Psychisch belastete und psychisch erkrankte
Eltern kommen möglicherweise schneller an ihre Belastungsgrenze und sind in Folge dessen auch schneller erschöpft.
Viele Familien haben Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder, die sie bei Erziehungsfragen oder der Betreuung ihrer
Kinder um Unterstützung bitten können. Da sich psychisch kranke/belastete Eltern aus unterschiedlichen Beweggründen
häufig zurückziehen und wenig soziale Kontakte haben, fehlt einigen Familien diese Hilfe.

An dieser Stelle können Paten die Eltern entlasten, indem sie Zeit mit den Kindern
verbringen und sich als Ansprechpartner anbieten.

Die Paten stehen nicht in Konkurrenz zu den Eltern. Das Sorgerecht für die Kinder liegt weiterhin bei den Eltern.
Die Paten sind eine zusätzliche Unterstützung und schaffen Entlastung. Voraussetzung ist, dass die Eltern und Kinder
einen Paten haben möchten und die psychische Erkrankung thematisiert werden darf. Die Ausgestaltung der Treffen
richtet sich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Familien und den Möglichkeiten der Paten. Die Paten sollten
möglichst in der Nähe der Familien wohnen, um somit Kontakt ohne großen Aufwand für beide Seiten zu ermöglichen.
Sollte die Familie bereits über das Jugendamt begleitet werden, so ist dies kein Ausschlusskriterium. Selbst wenn die
Familie bereits Jugendhilfemaßnahmen in Anspruch nimmt, können sie zusätzlich durch die Paten begleitet werden.

Paten sind engagierte erwachsene Personen, die Kindern und deren Familien durch gemeinsame
Zeit Entlastung bieten. Es sind keine Fachleute, die die Familien kontrollieren möchten!

Erwachsene Personen, die sich gerne für belastete Familien und insbesondere deren Kinder engagieren möchten,
können Paten werden. Eine Qualifikation wird nicht vorausgesetzt. Es findet jedoch eine enge Begleitung durch den
RehaVerein statt. Durch Schulungen und monatliche Treffen werden die Paten auf ihre Aufgaben vorbereitet. Im Laufe
der Patenschaft soll sich bestenfalls eine solche Beziehung unter allen Beteiligten entwickelt haben, sodass zum einen
die Kinder eine weitere Vertrauensperson haben, an die sie sich wenden können. Zum anderen ist es auch wichtig, dass
die Eltern Vertrauen zum Paten haben, um sich in Belastungssituationen an sie zu wenden. Familien und Paten entscheiden
selbst, ob sie den Kontakt auch nach Ablauf des Projektes weiterhin halten wollen.

Letztlich ist vieles möglich und Sie als Paten und Sie als Familien gestalten den Prozess.
Der RehaVerein begleitet Sie dabei beratend und zeigt Möglichkeiten auf.

Das Patenprojekt ist ein kostenloses Angebot für die Familien. Die Paten erhalten eine Aufwandentschädigung.
Für weitere Informationen können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

Das Patenprojekt

zum Kontakt >>